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Türkische Republik Nordzypern

Amtssprache:                   Türkisch

Hauptstadt:                       Nikosia

Einwohner:                        294.906               

Währung:                           Türkische Lira

Unabhängig seit:              15.9.1983

-          Drittgrößte Insel des Mittelmeers

-          3 wichtige Städte: Nikosia (Lefkosia), Famagusta (Gazimagusa), Kyrenia (Girne)

-          Republik Zypern ist in 5 administrative Distrikte eingeteilt (Lefkosa, Gazimagusa, Girne, Güzelyurt, Iskele)

Quelle Wikipedia:

„Die Türkische Republik Nordzypern, auch Nordzypern (Nord-Zypern), ist ein De-facto-Regime im Norden der Mittelmeerinsel Zypern, das von der internationalen Staatengemeinschaft, mit Ausnahme der Türkei, nicht als Staat anerkannt wird. De jure gehört das Gebiet zur Republik Zypern, deren Regierung seit 1963 ausschließlich aus Zyperngriechen besteht und seit der Besetzung des Nordens der Insel im Jahre 1974 durch die türkischen Streitkräfte keine Hoheit über dieses Territorium mehr ausübt. Dennoch geht auch die EU von der Unteilbarkeit der Insel aus. Damit ist das Gebiet der Türkischen Republik Nordzypern ein Sondergebiet der Europäischen Union.“

Geschichte:

Quelle Wikipedia:

„Am 16. August 1960 wurde Zypern auf der Grundlage des Züricher und Londoner Abkommens zwischen Großbritannien, Griechenland, der Türkei und den Repräsentanten der griechischen und der türkischen Volksgruppen Zyperns (1959) unabhängig, Großbritannien behielt allerdings die Militärbasen Akrotiri und Dhekelia. Die griechische und türkischsprachige Volksgruppe sollte gleichberechtigt sein. In der Verfassung wurden der türkischen Volksgruppe feste Repräsentationsrechte eingeräumt. Insbesondere dem Vizepräsidenten, der stets von türkisch-zypriotischer Seite gestellt werden sollte, wurden umfassende Vetorechte eingeräumt. Großbritannien, Griechenland und die Türkei sollten gemäß dem Londoner Garantievertrag von 1959 als Garantiemächte fungieren.

Nachdem die griechisch-zypriotische Seite mit einer Verfassungsänderung versucht hatte, das Vetorecht des (griechisch-zypriotischen) Präsidenten und des (türkisch-zypriotischen) Vizepräsidenten aufzuheben, kam es 1963/1964 zwischen türkischen und griechischen Zyprioten zu einem bewaffneten Konflikt, der erst durch eine Intervention von UN-Truppen beendet wurde. In der Folge kam es zu einer zunehmenden räumlichen Segregation der beiden Volksgruppen. Die Mehrheit der türkisch-zypriotischen Bevölkerung drängte sich in Enklaven zusammen. Politisch wollten griechisch-zyprische Nationalisten den Anschluss Zyperns an Griechenland (Enosis), türkisch-zypriotische Nationalisten die Teilung der Insel in zwei Teile (Taksim) erreichen.

Denkmal und Soldatenfriedhof  für die in der „Operation Attila“ gefallenen türkischen Soldaten

Am 15. Juli 1974 unterstützte die Militärjunta in Griechenland einen Putschversuch griechisch-zypriotischer Offiziere gegen Präsident Makarios. Dieser Putsch hatte den Anschluss Zyperns an Griechenland zum Ziel. Die Türkei nahm dies zum Anlass, unter Berufung auf den Londoner Garantievertrag von 1959 militärisch zu intervenieren: Türkische Streitkräfte besetzten am 20. Juli 1974 im Rahmen der „Friedensoperation Zypern“ den Norden der Insel. Zur Rechtfertigung berief sich die Türkei auf ihren Status als Garantiemacht. 180.000 griechische Zyprioten aus dem Nordteil  Zyperns wurden von der türkischen Armee in den Süden vertrieben, 1.500 gelten als vermisst. Lediglich auf der Halbinsel Karpas verblieb eine begrenzte Zahl griechischer Zyprioten. Die meisten türkischen Zyprioten aus dem Süden flüchteten in den Norden, sodass zwei weitgehend getrennte Siedlungsgebiete entstanden.

Auf den 37 Prozent der Inselfläche, die von der türkischen Armee kontrolliert wurden, wurde am 13. Februar 1975 vom türkisch-zypriotischen Politiker Rauf Denktaş der „Türkische Bundesstaat von Zypern“ ausgerufen, der Teilstaat eines aus zwei Zonen bestehenden zypriotischen Bundesstaates sein sollte. Eine solche Lösung wurde jedoch sowohl von der griechisch-zypriotischen Seite als auch von der internationalen Staatengemeinschaft abgelehnt.

Am 15. November 1983 proklamierte Rauf Denktaş die „Türkische Republik Nordzypern“; drei Tage später, am 18. November 1983, verurteilte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit seiner Resolution 541 diese Erklärung. Außer von der Türkei wird die „Türkische Republik Nordzypern“ bis heute von keinem Mitgliedstaat der Vereinten Nationen anerkannt.

Am 24. April 2004 stimmten in einer Volksabstimmung in Nordzypern 61 Prozent für den Annan-Plan der UN, der die Wiedervereinigung der Insel zu einem Bundesstaat aus zwei Zonen vorsieht und somit einen gemeinsamen Beitritt in die EU ermöglichen sollte; im griechischen Südteil lehnte eine Mehrheit diesen Plan jedoch ab.

Nach dem EU-Beitritt der Republik Zypern am 1. Mai 2004 wurde die „Green Line“ – die demilitarisierte Zone zwischen beiden Landesteilen – nicht als EU-Außengrenze definiert. Dadurch wurde es möglich, dass Güter und vor allem Personen, insbesondere EU-Bürger, die über einen Hafen oder Flughafen des Nordens auf die Insel gekommen waren, erstmals die Grenze auch vom Norden in den Süden passieren konnten, was bisher vom Südteil nicht geduldet worden war. Damit blieb die EU bei ihrer Position, dass sie völkerrechtlich von der Aufnahme der Gesamtinsel ausgeht und den Norden als Bestandteil der Republik Zypern sieht.