Christian reist

Don't Talk, Just Act - Don't Say, Just Show - Don't Promise, Just Prove

Insel Madeira

Funchal

Bericht und Fotos

Lorbeerwald Laurisilva

Bericht und Fotos

Calheta

Landschaft

Machico

Pico de Arreiro

Ponta de Sao Lourenco

Porto Moniz Meeresschwimmbad

Bereicht meiner Reise Madeira

Tag 1:

Ganz früh morgens musste ich aufstehen, da ich schon um 4.40 Uhr am Flughafen in Stuttgart sein wollte. Für 4.20 Uhr hatte ich mich bei Easyparking angemeldet, um mein Auto abzustellen. Per Shuttle wurde ich dann an den Flughafen gebracht. Schnell musste ich noch den Koffer abgeben, bevor ich durch die Sicherheitskontrolle konnte. Um kurz nach 7 Uhr hob dann auch schon das Flugzeug in Richtung Madeira ab.

Nach 3.20 h Flugzeit landete der Flieger um 9.30 Uhr Ortszeit am Flughafen auf Madeira. Da ich mir dort einen Mietwagen gebucht hatte, musste ich nicht mit dem Shuttle in das Hotel gebracht werden, sondern konnte ganz bequem alleine mit dem Auto fahren. Da der Flugplatz am Süd/Ost Ende der Insel lag und das Hotel an der Süd/West Seite, musste ich knapp 50 km bzw. 50 min mit dem Auto fahren, bevor ich im Hotel einchecken konnte. Das erste, dass mir auf der Fahrt auffiel, waren die vielen grünen Bäume, die (leider oder zum Glück) vielen Berge und einige Tunnels. Schöner erster Eindruck, den ich gleich nach 30 min von der Insel bekommen konnte. Da ich mein Navi dabei hatte, war es auch kein Problem das Hotel zu finden und ich bekam auch gleich mein Zimmer. Schöne Größe und sehr sauber, Zimmer und Bad. Lange wollte ich mich nicht ausruhen, da ich mir gleich ein Fahrrad zum Trainieren mieten wollte, damit ich morgen starten kann. Im Internet habe ich einen Verleih eines Deutschen in Reis Magos gefunden (Lage zwischen Funchal und dem Flughafen) und so fuhr ich wieder in die gleiche Richtung zurück. Da ich mit einem „normalen“ Fahrrad Verleih gerechnet hatte, war ich schon überrascht, dass niemand anzutreffen war. Gefunden habe ich nur einen kleinen Schuppen neben dem Hotel. Der Besitzer war auch nicht in der Nähe und so vereinbarte ich einen Termin für den nächsten Morgen um 10 Uhr. Um die Zeit am heutigen Tage noch produktiv zu nutzen, bin ich mit dem Auto schon einmal die Westküste abgefahren. Von Calheta – Jardim do Mar – Paul do Mar bis zum Leuchtturm nach Ponta do Pargo. Dies ist der westlichste Punkt der Insel und hier hat man auch einen schönen Blick auf den Atlantik.

Auf der Route konnte ich häufig am Straßenrand anhalten, da ich schöne Motive der Landschaft fand, die ich fotografieren wollte. Durch das Landesinnere fuhr ich zum Hotel zurück.

Dort setzte ich mich noch ein wenig an die Bar, lauschte dem Animationsprogramm, genehmigte mir das ein oder andere Glas Wein und plante den kommenden Tag.

Tag 2:

Der nächste Morgen begann mit einem gemütlichen Frühstück, dann wieder die 45 min nach Reis Magos zu fahren, um das Fahrrad auszuleihen. Wie erwartet, war auch das Rennrad nicht mehr das allerneuste, aber egal, es sollte reichen. Und ins Auto hat es zum Glück auch hinein gepasst und so fuhr ich zurück ins Hotel zum Umziehen. Gegen 12 Uhr begann meine erste Tour. Und ich war geschockt. Gleich 500 m nach dem Hotel ging es die erste steile Rampe hoch und so sollte es die ersten 4 km weiter gehen. Danach kamen etwas flachere Abschnitte, bis ich nach 11 km in Jardin do Mar war. Von dort fuhr ich wieder zum Hotel zurück und nach 90 min war die erste Tour nach 22 km und 973 HM beendet. Als Berghasser war ich aber dennoch zufrieden mit mir.

Lange ausruhen wollte ich mich nicht, da ich mir schon einmal das Weltkulturerbe, die Lorbeerwälder von Madeira anschauen wollte. So habe ich vorher noch ein typisches Landesgericht im Hotelrestaurant gegessen. Schwarzer Degenfisch mit gebratener Banane und Maracujasoße (Filete de Espada com Banana e Molho de Maracuja). Trotz der außergewöhnlichen Zusammenstellung sehr lecker. Weiter ging es nach Rabacal zum Weltkulturerbe, den Lorbeerwäldern. Am heutigen Tage bin ich nur 2h lang mit dem Auto durch die Wälder gefahren, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Die Wanderung wollte ich mir für einen anderen Tag aufheben, da ich sehr luftig angezogen war und es im Vergleich zur Gegend am Hotel (18 – 22 Grad) mit knapp 7 Grad sehr kühl war. Beim Radfahren hatte ich Sonne, hier Wind und Nebel.

Am Abend probierte ich im Hotel Restaurant einen roten Wein aus Madeira und ließ den zweiten Tag Revue passieren.

Tag 3:

Heute stand ich wieder früh um 7 Uhr auf, frühstückte und machte 90 min Pause, um danach mit der Trainingseinheit zu beginnen. Die Rampe mit den 4 km musste ich wieder fahren, danach ging es aber diesmal in die andere Richtung für 12 km. War aber ähnlich steil, nur diesmal etwas länger in Richtung Carvalha. Hin und zurück hat es diesmal 2.30 h gedauert mit knapp 1.200 HM. Danach wieder fertig machen, im Hotelrestaurant Reis mit Meeresmuscheln gegessen und weiter fuhr ich in die Hauptstadt der Insel nach Funchal. Obwohl es im Internet anders stand, habe ich schnell einen Parkplatz gefunden. Ich machte, wie immer wenn möglich, die Hop On / Hop Off Tour. Die Tour führte in Funchal an einigen Stopps vorbei, bis zu einem Abstecher nach Camera do Lobos. Von dort ging es über die Estrada Monumental zurück nach Funchal, am Hafen entlang und wieder zurück in die Innenstadt. Insgesamt dauerte die Tour knapp 1 h 40 min. Da es erst 16 Uhr war, nutzte ich die Zeit, mir die Kathedrale anzuschauen und den Rest der überschaubaren Innenstadt. Bis zur Dunkelheit lief ich an der Hafenpromenade entlang, wo ich einige schöne Bilder des Sonnenuntergangs machen konnte. In der Dunkelheit fuhr ich zurück ins Hotel.

Tag 4:

Heute war mein erster freier Trainingstag und so war für den ganzen Tag die Besichtigung von Funchal geplant.

Auf dem Weg dorthin machte ich als erstes am Pico dos Barcelos halt. Von hier hat man einen tollen Ausblick auf Funchal, die Berge und den Hafen. Später schaute ich mir den nahegelegenen Jardim do Sao Martino an. Ich fuhr weiter auf der Estrada Monumental in die Innenstadt. Nächster Programmpunkt war die Seilbahn zum Monte, dem Hausberg von Funchal und von dort weiter mit der nächsten Seilbahn zum Botanischen Garten. Obwohl es im Frühjahr/Sommer dort noch schöner sein wird, verweilte ich ca. 1 h in diesem sehr schönen Garten, mit einer schon jetzt tollen Blütenpracht.

Mit der Seilbahn ging es wieder zum Monte zurück und konnte mich dort für eine Korbschlittenfahrt begeistern. So wurden früher auch die Recihen nach unten gebracht. Leider war die Fahrt nach der Hälfte der Strecke bis zur Innenstadt von Funchal beendet und so nahm ich ein Taxi, um mich in das Museum von Cristiano Ronaldo fahren zu lassen, der auf Madeira geboren und aufgewachsen ist.

Ich suchte mir ein typisches einheimisches Lokal, wo ich diesmal ein weiteres Nationalgericht probierte, Rindfleisch auf einem Lorbeerspieß (Esplanata). Von dort fuhr ich weiter zum Pico do Arreiro, dem 3. höchsten Berg von Madeira. Von dort gibt es die Möglichkeit auch über den 2. höchsten Berg zum höchsten Berg, dem Pico Ruivo zu wandern. Dies sind knapp 8 km. Ich entschied mich aber zum östlichen Ende zur Porta de Sao Lourenco zu fahren. Da es aber am heutigen Tag dort sehr kalt und windig war und ich nur kurze Sachen dabei hatte, verschob ich die Wanderung auf den nächsten Tag.

Die Fahrt zurück zum Hotel betrug 1 Stunde. Am Abend war dann auch der Start der Bundesliga Rückrunde, aber zum Glück konnte ich dort kein Fußball empfangen, sonst hätte ich mir die Niederlage von Bayern live mit ansehen müssen. So ging ich heute relativ früh ins Bett.

Tag 5:

Tag 5 startete früh um 7 Uhr. Wieder Frühstück, Pause und nach 90 min fertig machen zum Training. Diesmal waren es 42 km und 1600 HM in 2.30 h durch die Berge. Aber die Form wurde immer besser, auch wenn es nicht sonderlich zielführend ist, zu diesem Zeitpunkt durch die Berge zu fahren.

Gegessen habe ich dann mittags in Camera do Lobos in einem Fischrestaurant, in dem Ort, in dem auch Sir Winston Churchill gerne seine Tage verbrachte und malte. Es ging weiter nach Porta de Sao Lourenco zum Wandern. 2 h lief ich über die Halbinsel mit interessanten und schönen Aussichten über den Atlantik.

Am Abend an der Bar probierte ich noch einige Ponchas (Nationalgetränk von Madeira). Wie sich am nächsten Tag herausstellte, leider einige zu viel.

Tag 6:

Der Abend zuvor brachte die gesamte Planung für den heutigen Tag durcheinander. Da mein Magen nicht ganz in Ordnung war, verzichtete ich auf das Training und fuhr morgens gleich zum Markt nach Santo do Serra, der von TUI empfohlen wurde. Für mich war er aber eher enttäuschend. Deshalb etwas früher nach Santana und von dort in den Lorbeerwald zur  Lorbeerwanderung von Queimadas nach Caldeiro Verde. Da es aber ziemlich regnete, probierte ich noch zum Pico Ruivo zu fahren. Dort war es aber auch nicht besser und die Sicht durch den Nebel gegen Null, so dass ich auch diese Wanderung ausließ.

Die Alternative war dann die Fahrt mit dem Auto über die nördliche Route. Santana – Ponta Delgada – Sao Vincente – Porto Moniz. Gerade die beiden letzten Orte sahen sehr schön aus und im Sommer wird das Naturschwimmbad in Porto Moniz ein Highlight sein. Da es zu kalt war und wegen der hohen Wellen geschlossen war, konnte ich es nur von außen fotografieren.

So fuhr ich zurück in das Hotel, schaute ein wenig Fernsehen bis der Super Bowl beginnen sollte.

Tag 7:

Am letzten Tag startete ich wieder leicht angeschlagen. Da ich bis 3 Uhr das Super Bowl Finale geschaut hatte, wollte ich diesmal länger schlafen. So frühstückte ich gerade noch rechtzeitig kurz vor 10 Uhr. Ich entschloss mich für die Wanderung zu den 25 Quellen. Start war – Ehre wem Ehre gebührt – im Lorbeerwald bei Rabacal. Im Januar ist diese Wanderung zum Glück noch nicht mit Touristen überlaufen und so traf ich nur wenige Menschen und konnte die Natur genießen und einige schöne Fotos machen. Für die knapp 5 km benötigte ich 90 min und wollte ich es danach noch mal beim Pico Riuvo versuchen. Leider wieder mit viel Nebel und so fuhr ich in mein Hotel zurück. Da ich noch das Fahrrad abgeben musste, stand heute auch noch die Fahrt nach Reis Magos an.

Den letzten Abend ließ ich ganz gemütlich ausklingen. So wie schon das Wetter in den ersten 5 Tagen war, so schnell wurde es auch kalt und so war ich froh, einige schöne Tage erwischt zu haben.

Tag 8:

Heute checkte ich um 7.15 Uhr aus und fuhr zum Flughafen, wo ich erst noch das Auto abgeben musste. Danach ging es zur Sicherheitskontrolle und pünktlich hob der Flieger ab zurück nach Stuttgart, wo ich 14.30 Uhr Ortszeit bei 0 Grad landete.