Christian reist

Don't Talk, Just Act - Don't Say, Just Show - Don't Promise, Just Prove

Österreich

Mein Bericht der Reise

Tour 1:

Tage 1-12:

Meine ersten Tage in Österreich bzw. Wien waren zu 95% beruflicher Natur und so flog ich morgens hin und abends wieder zurück. Nur einmal nutzte ich die Möglichkeit am Freitag mit dem Auto hinzufahren und blieb bis Sonntagmorgen. An diesem Wochenende konnte ich wenigstens den Samstag nutzen und schaute mir ein wenig die Wiener City an, wobei ich erst um 16 Uhr dort war. Abends bin ich dann dort im Bermuda Dreieck gelandet, wo ich etwas gegessen habe und in einer Disco den Abend verbrachte.

4 weitere Tage hatte ich auch in Österreich. Mit 2 Kumpels bin ich auf einen Berg gewandert und 3 Tage war ich im Skigebiet Wilder Kaiser zum Skifahren.

Tour 2:

Tag 1:

Der Grund für diesen Besuch in Österreich bzw. genauer gesagt in Wien, war mein erster Start bei einem Marathon. Dem Vienna City Marathon. Samstagmorgens um 9 Uhr starteten die 716 km von Ladenburg nach Wien. Ich musste mich beeilen und hoffen, dass ich keinen Stau habe, da ich bis 19 Uhr meine Startunterlagen abholen musste. Aber mit einer geplanten Ankunftszeit um 16 Uhr hatte ich genügend Spielraum. Insgesamt bin ich recht schnell durchgekommen und war schon um 15.30 Uhr im Hotel, konnte in Ruhe einchecken und dann mit dem Auto zur Messehalle fahren. Dort habe ich auch die Startunterlagen bekommen, war aber überrascht, dass die Pastaparty nicht auch dort war, sondern im entfernten Rathaus. Da es dort nur bis 19 Uhr Nudeln gab, nutze ich hier noch die Zeit, etwas über die Marathon Messe zu laufen. Gefunden habe ich noch 2 Laufshirts und eine Laufhose, die mir auch am nächsten Tag wunde Stellen ersparte. So war ich sehr zufrieden mit den Einkäufen.

Zurück im  Hotel wählte ich das dortige Restaurant aus, um meine „Henkersmahlzeit“ zu bekommen. Bei Fettucini mit Garnelen, Gemüse und Kartoffeln, sowie 2 alkoholfreien Weizen konnte ich mich für den nächsten Tag stärken.

Danach bin ich auch schon ins Bett und überraschenderweise schnell eingeschlafen.

Tag 2:

Heute war er, der Tag meines ersten Marathons. Da es um 6.30 Uhr Frühstück geben sollte, bin ich um 6 Uhr aufgestanden und habe mich fertig gemacht. Runter und Brötchen mit Honig gegessen, dazu Kaffee und Wasser getrunken. In Ruhe bin ich auf mein Zimmer und habe mir meine Sportklamotten angezogen, noch ein paar Sachen gepackt und um 8.15 Uhr dann mit dem Auto zur nächsten U-Bahn Haltestelle gefahren. Die Verbindung war gut, so dass ich zügig zum Start gekommen bin und hatte noch genügend Zeit, den richtigen Startbereich zu finden.

Um 8.55 Uhr starteten die Profis und ich ging 15 min später über die Startlinie.

Bis km 30 konnte ich den Lauf genießen, danach wurde es härter und härter, aber nach 3:59:47 war ich glücklich und zufrieden im Ziel.

Anschließend konnte ich gemütlich was essen und ein kleines Bier trinken, bevor ich mich wieder in mein Hotel begab. Dort habe ich erst einmal geduscht und mich danach ins Bett gelegt, um mich ein wenig zu erholen. Schlafen konnte ich aber nicht, da ich noch zu aufgekratzt war und auch die Schmerzen zunahmen. Trotzdem wollte ich am Abend noch etwas unternehmen. Da ich einen guten Tipp für ein Wiener Lokal bekommen hatte, ließ ich mich vom Taxi ins Lugeck fahren, wo ich typische Wiener Spezialitäten essen sollte. Bärlauch Cremesuppe mit Briochetoast und Wachtelei, danach natürlich ein Wiener Schnitzel vom Kalb mit Preiselbeeren und einem Kartoffel-/Feldsalat. Dazu aber kein Bier, sondern Weißwein aus Österreich.

So langsam merkte ich aber die Müdigkeit oder den Alkohol (oder beides) und so beendete ich für heute den Tag.

Tag 3:

Am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Programm, aufgrund der Beine aber unter erschwerten Bedingungen. Aufgestanden bin ich auch erst um 10.30 Uhr, so dass ich erst um kurz vor 12 Uhr an der Staatsoper war. Wie immer, in größeren Städten, entschied ich mich für die Hop On / Hop Off Touren und so buchte ich auch das große Paket mit 5 Bustouren, Guided Walking Tour und Fiaker Fahrt.

Gestartet bin ich dann mit der Gelben Tour, welche als Hauptziel Schloss Schönbrunn hat. Da dies auch ein Weltkulturerbe ist, nahm ich mir dort genügend Zeit für die Besichtigung. Ich buchte die „Grand Tour (45 Zimmer)“ mit Audio Guide. Normalerweise renne ich ja durch solche Vorführungen, doch die Erzählungen über das Schloss mit Park und die Geschichte der Habsburger war sehr spannend erzählt und ich nahm mir mehr Zeit als üblich. Danach lief ich noch ein wenig über den angrenzenden öffentlichen Park des Schlosses, bevor ich mit dem Bus wieder zurück in die Innenstadt fuhr. Den Tiergarten und 2 weitere Parks hebe ich mir für meinen nächsten Besuch auf.

Glücklicherweise erwischte ich gerade den Start der Walking Tour durch Wien und konnte mich noch dort anschließen. Die Tour streift die Hofburg mit u.a. der spanischen Reitschule, am Kohlmarkt entlang, führt zum Stephansdom und von dort über die Kärntner Straße zurück zur Staatsoper. Alles in allem interessant, wobei in der einen Stunde, eher oberflächig einige interessante Gebäude gestreift wurden. Da ich aber eh alleine die Innenstadt besichtigen will, war dies für mich kein Problem.

Wieder zurück an der Staatsoper erwischte ich die „rote Linie“, die rund um die Innenstadt fährt. Wie auch bei der gelben Linie, war ich von den Erzählungen über die Kopfhörer begeistert. Im Gegensatz zu vielen anderen Großstädten, mit sehr vielen nützlichen und interessanten Informationen. Und auf der Tour habe ich auch einige Punkte gefunden, die ich mir beim nächsten Mal näher anschauen will.

Ich bin diesmal beim Josef-Meinrad-Platz ausgestiegen (direkt am Rathaus), wo ich auch gleich die Fiaker Tour starten konnte. Für mich persönlich sehr langweilig und zu Fuß kann ich sicherlich viel mehr sehen. Aber Fiaker gehört wahrscheinlich zum Touristenpaket dazu.

Zum Abschluss des „Power-Sightseeing“ Tages erwischte ich noch die „Grüne-Linie“, die die Weinbaugebiete und den Kahlenberg anfährt. Nach 2 Stunden war ich wieder zurück und ich weiß, dass ich beim nächsten Besuch in Wien, noch ein Weingebiet besichtigen werde, sowie das Stift Klosterneuburg (Napoleon war ja auch schon dort!). Auf dem Weg zurück zu meiner U-Bahn fand ich ein kleines typisches Wiener Restaurant und bei deftigem Gulasch, Gnocci und ein paar Bieren konnte ich den Tag ausklingen lassen.

Tag 4:

Heute stand die Rückfahrt nach Ladenburg an. Da ich wieder mehr als 700 km vor mir hatte, entschied ich mich dagegen, noch die Blaue-Linie“ abzufahren, sondern schlief etwas länger, frühstückte entspannt und konnte ohne Hektik die Rückfahrt antreten. Nach dem ein oder anderen Stau war ich kurz vor 20 Uhr wieder zuhause.

Ohne bisher auch alles gesehen zu haben, hat sich Wien an die Nummer 1 meiner bisherigen Städte in Europa gesetzt, mit vielen und spannenden Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, die mir noch bevor stehen.