Christian reist

Don't Talk, Just Act - Don't Say, Just Show - Don't Promise, Just Prove

Luxemburg

Mein Reise Bericht:

In Luxemburg war ich 2x. 1x im ganzen Land Luxemburg und 1x nur in Luxemburg Stadt

Tag 1:

Startpunkt für die Reise nach Luxemburg war 9.30 Uhr aus Überherrn-Berus im Saarland. Erstes Ziel war Luxemburg Stadt. Nach ca. 1,5 h (inkl. Parkplatzsuche) hatte ich Luxemburg Stadt erreicht und erwischte sofort einen Hop On / Hop Off Bus. Da die Stadt klein und übersichtlich ist, dauerte die Tour auch nur ca. 55 min. Interessant zum Aussteigen war nur der Startpunkt am Wahrzeichen „Gelle Frau“ , von wo ich auch später meine Erkundungstour per Fuß starten wollte, bzw. das neue Bankenviertel Kirchberg, wo ich aber doch nicht ausgestiegen bin.

Nach der Hop On / Hop Off Tour ging es vom Monument „Gelle Frau“ und den Petruss-Kasematten zur Nationalbibliothek und der Kathedrale „Unser Lieben Frau“. Von dort zum Place Guillaume II und zum Place d’Armes.

Gestärkt ging es weiter zum Großherzoglichem Palast und der Abgeordnetenkammer. Von dort zu den Bock-Kasematten bzw. Bockfelsen, von wo man mit einem herrlichen Ausblick über Teile von Luxemburg Stadt belohnt wurde.

Zurück über den Clairefontaineplatz und die Adolphebrücke, die aber gerade renoviert wurde.

Von Luxemburg City ging die Fahrt nach Remich und ich war überrascht, Tankstelle an Tankstelle zu sehen. Die Erklärung ist einfach. Da Remich eine Grenzstadt zu Deutschland und das Benzin viel billiger ist, fahren halt viele Deutsche zum Tanken rüber.

Von Remich fuhr ich weiter an das Südende von Luxemburg nach Rumelange, wo ich nur einen kurzen Stopp am Nationalen Minen Museum machen wollte. Daraus wurden aber 2 h, da ich an einer Führung teilnahm. Gegen 18.15 Uhr und nur noch 30 min bis zur Dunkelheit ,fuhr ich über Capellen zum Westende nach Martelange. Auch hier das Gleiche wie in Remich, Tankstelle an Tankstelle durch die Grenze zu Belgien.

In Redange habe ich noch etwas gegessen und dann auf geradem Weg zurück nach Überherrn, wo ich um 22.30 angekommen bin.

Tag 2:

Am Sonntag begann der Tag wieder früh morgens um 9.00 Uhr. Abfahrt nach Luxemburg mit dem Ziel „Tal der 7 Schlösser“. Das erste Schloss habe ich in Koerich besichtigt. Da es aber nicht so spektakulär war, fuhr ich schnell weiter nach Mersch, wo ich eine Höhlensiedlung besichtigen wollte. Habe aber leider keine gefunden, nur eine interessante Kirche und ein römisches Bauwerk. Mein Weg führte mich zum Schloss Schoenfels mit einem kurzen Kaffee-Stopp. Wiltz, zur Besichtigung des Schlosses und dem „Jardin de Wiltz“, einem Garten, der von Arbeitslosen und Künstlern angelegt wurde, stand danach auf dem Programm.

Weiter an das Nordende nach Wemperhardt und zu den Schlössern von Clervaux. Zum Besichtigen leider nicht so spektakulär, wie andere Schlösser in Luxemburg, aber toll von oben anzuschauen.

Der nächste Besichtigungspunkt führte mich zum Schloss nach Vianden, für das auch schon Victor Hugo geschwärmt hat. Er hatte recht und um eine Erfahrung reicher ging die Fahrt zum nächsten Schloss nach Bourscheid. Diekirch habe ich nur gestreift, da noch die Schlösser in Larochette, Befort und Bourslingen fehlten.

Larochette bleibt mir nicht nur wegen des Schlosses in Erinnerung sondern auch weil mir dort der Rückwärtsgang kurzzeitig ausgefallen ist und ich Leute zum Zurückschieben bitten musste.

In Echternach habe ich sehr gut gegessen und mit einem kurzen Schlenker über Grevenmacher und der Tankstellenstadt Wasserbillig ging es auch wieder zurück nach Berus.

Tag 3:

Heute machte ich mich auf zu meinem zweiten Besuch nach Luxemburg Stadt. Diesmal aber nicht alleine, sondern mit Manuel und Neli. Manuel und ich hatten uns dort zu dem Halbmarathon angemeldet. Da ich noch zum Geburtstag meiner Nichte eingeladen war  und geplant hatte, einen Tag länger dort zu bleiben, sind wir getrennt gefahren.

Meine Ankunft, nach dem Besuch in Stuttgart, war dann um 20 Uhr im Hotel, wo mir zufälligerweise auch die beiden anderen entgegen kamen. Da wie oben geschrieben am nächsten Tag der Halbmarathon stattfinden sollte, haben wir nur noch kurz im Restaurant um die Ecke etwas gegessen, bevor wir uns um 22 Uhr ins Bett gelegt haben.

Tag 4:

Obwohl heute der Lauf sein sollte und der Startschuss für 19 Uhr angesetzt war, haben wir uns doch relativ früh um 8 Uhr beim Frühstück getroffen, da wir noch ein wenig Sightseeing betreiben wollten.

Unser Hotel war in der Nähe des Bahnhofs, aber in die Innenstadt mussten wir auch nicht weit laufen. Da es 2 Brücken in die Stadt gibt, sind wir heute über Viaduc in die Innenstadt gelangt. Vorbei sind wir an der bekannten Wahrzeichen „Gelle Frau“ und der Kathedrale Notre-Dame gelaufen. Nach einem kurzen Abstecher zum Place Guillaume II, mit einem Besuch im Touristenbüro, einem netten kleinen Laden um die Ecke, mit exotischen Kunstwerken sind wir am Großherzoglichen Palast angekommen. Wie auch beim letzten Mal fand ich es sehr beeindruckend, aber auch lustig, wie dort die Wachleute stundenlang in der gleichen Art und Weise vor dem Palast patrolliert sind. Auch hätte ich persönlich keinen Bock darauf, dass mich die Touristen dauernd fotografieren.  

Dieser Bereich von Luxemburg mit u.a. dem Palast zählt auch schon zum Unesco Weltkulturerbe „Altstadtviertel und Festung von Luxemburg“. Er wird „Old Quarters oft he City of Luxembourg“ genannt. Das Gebiet mit der Kathedrale Notre-Dame und Staats- und Außenministerium wird „The Quarter of the  Government and the Notre-Dame Cathedral“ genannt.  

Mit dem Aufzug gelangten wir in den sogenannten Grund von Luxemburg. Der 3. Bereich des Kulturerbes „The Suburb Grund and the Plateau of Rham“.  

Das interessante und gleichzeitig spannende an Luxemburg, auch wegen der Festungsmauern „Gibraltar des Nordens“ genannt, ist der ursprüngliche Bereich im Grund mit verwinkelten Gassen, umgegeben von hohen steinernen Mauern und der darüber liegende Oberbereich mit Palast und Kathedrale.  

Wir sind im Grund am heutigen Tag den Wenzelweg gelaufen, einer von 2 ausgeschilderten Wegen (Vaubanweg ist der zweite Rundweg). Sehr spannend und interessant, um sich ein wenig in die Geschichte von Luxemburg einzufühlen und bei schönem Wetter auch ein schöner Spaziergang. Kurz vor 12 Uhr waren wir wieder am Aufzug und sind zum Essen an den Bahnhof gelaufen.

Dort haben wir uns getrennt, da ich noch meine Startunterlagen im Messegelände abholen musste und ich konnte von dort auch gut mit dem Shuttlebus hingelangen. Manuel dagegen konnte sich ausruhen und hatte dadurch auch die entscheidenden Minuten gewonnen ;-). Wobei, ich war relativ schnell zurück, da auf dem Messegelände um diese Uhrzeit noch wenig los war. Zurück habe ich mich dann auch ein wenig hingelegt, bevor wir uns um 17.30 Uhr zur Abfahrt im Hotel getroffen haben.

Die Fahrt mit dem Shuttle war etwas beengt, aber egal, es waren ja nur 20 min. So hatten wir beide noch genug Zeit, die Taschen abzugeben, bevor wir uns langsam auf den Weg zur Startlinie machten. Pünktlich um 19 Uhr sollte der Start erfolgen. Die ersten 7 km waren teilweise sehr hügelich (bzw. die ganze Strecke) und noch mit wenigen Zuschauern am Straßenrand. Das sollte sich aber in der Stadt ändern. Teilweise standen die Zuschauer in 3er Reihen und feuerten die Läufer an. Mit Trommlern und DJs, mit Abschnitten vorbei an Cafes und Restaurants, einer Parkpassage und wieder vorbei an den begeisternden Zuschauern. Leider war der Start und Zielbereich im Messegelände, wo die Stimmung nicht mehr allzu gut war (wird logistische und organisatorische Gründe haben). Eine Strecke nur im Innenstadtbereich wäre ein Highlight.

Trotzdem waren Manuel und ich mit unseren Leistungen sehr zufrieden. Trotz einer anspruchsvollen Strecke liefen wir beide eine persönliche Bestzeit. Manuel unter 1:40 und ich knackte die 1:45. Zufrieden haben wir beide im Zielbereich Neli getroffen, dort noch ein Bier getrunken, bevor wir uns wieder zurück ins Hotel begaben. Dort haben wir uns schnell fertig gemacht, da es kurz vor 22 Uhr war und wir noch ein Restaurant suchen wollten. Am Ende war nur noch Vapiano auf. Unseren Plan, noch feiern zu gehen, haben wir dann relativ schnell verworfen, da wir doch platt waren.

Tag 5:

Auch heute haben wir uns wieder recht früh um 8.30 Uhr zum Frühstück getroffen. Danach sind wir zur Besichtigung zu den Bock Kasematten gelaufen. Diesmal aber über die Pont Adolphe Brücke. Neben den Bock Kasematten, gibt es auch noch die Petruss Kasematten, die von Vauban, einem Militäringenieur und Festungsbauer entworfen wurden. Die Bockkasematten wurden danach von den Österreichern ausgebaut. Die Kasematten sind eine unterirdische Anlage.   Die Gesamtlänge der Kasematten betrug ehemals 23 km, wobei das Verteidigungssystem über mehrere Etagen angelegt war und einige Gänge bis zu 40 m Tiefe erreichten. Alleine in den Bock-Kasematten waren rund 1.200 Soldaten mit 50 Kanonen stationiert. Angesichts dieses Festungswerks erhielt Luxemburg den Beinamen „Gibraltar des Nordens“.

Später sind wir noch mit einer kleinen Bimmelbahn durch den Grund gefahren, mit einigen sehr interessanten Erzählungen über die Geschichte Luxemburgs. Von dort liefen wir durch den Grund zurück zum Aufzug, wo wir am dort stehenden Restaurant noch etwas getrunken haben. Auch das Chili war sehr lecker.

Da Neli und Manuel zurück mussten, haben wir uns verabschiedet. Mein Plan noch ein wenig den Kirchberg Bereich (mit den Gebäuden des Europäischen Parlaments) zu besichtigen, habe ich aufgrund meiner Müdigkeit schnell verworfen und das Bett vorgezogen.

Tag 6:

Heute war dann auch der Tag meiner Abreise. Nach dem Auschecken bin ich dann heute noch zu den Gebäuden der Europäischen Union gefahren, ein paar Bilder gemacht, bevor ich zurück nach Ladenburg gefahren bin.