Christian reist

Don't Talk, Just Act - Don't Say, Just Show - Don't Promise, Just Prove

Luxemburg Halbmarathon (ING Night Marathon Luxembourg)

 

Mein dritter Halbmarathon in diesem Jahr stand unter keinem guten Vorzeichen. Ich wollte diesmal nicht alleine teilnehmen und gegen meinen Kumpel laufen, der sich in diesem Jahr nur auf das Laufen und nicht mehr auf den Triathlon konzentrieren wollte.

In der Woche vor dem Event Ende Mai hatte ich noch mit Magenproblemen und einer Erkältung mit Husten und Schüttelfrost zu kämpfen. Auch die Trainings vor dem Wettkampf waren mehr als schlecht. Die angepeilte Zeit von 5:05/km konnte ich im Training nicht mal über 4 km halten und so war ich dementsprechend eher weniger optimistisch.

Da meine Nichte 1 Tag vor dem Start noch Geburtstag hatte, startete ich die Anreise über Stuttgart nach Luxemburg mit einer Kindergeburtstags Party von knapp 2 Stunden. Trotzdem war ich dann um 20 Uhr im Hotel, wo ich Manuel und Neli getroffen habe.

Da es schon recht spät war, habe ich mit den beiden noch schnell was gegessen, bevor wir , um am nächsten Tag fit zu sein, ins Bett gegangen sind.

Am nächsten Tag war es – im Gegensatz zu vielen anderen Events – recht angenehm, da es sich um einen Abendlauf handelte und der Start erst um 19 Uhr sein sollte.

So konnten wir 3 erst mal in Ruhe frühstücken, bevor wir uns ein wenig die Sehenswürdigkeiten (ins-besondere den Grund – Stadtteil von Luxemburg) angeschaut haben. Um 13 Uhr gönnten wir uns in Ruhe die letzten Kohlehydrate, bevor Manuel und Neli ins Hotel sind und ich meine Startunterlagen abgeholt habe. Danach hatte ich noch 2 h Zeit mich auszuruhen.

Um 17.30 Uhr haben wir 3 uns dann in der Hotel Lobby getroffen, sind zum Bahnhof gelaufen und von dort mit dem Shuttle Bus zum Startgelände. Da wir recht gut in der Zeit waren, konnten wir in Ruhe die Kleidung abgeben und uns auf den Lauf vorbereiten.

Pünktlich um 18.55 Uhr waren Manuel und ich im Startblock und fieberten dem Start entgegen.

Nach dem Start merkte ich schnell, dass ich das Tempo von Manuel nicht mitgehen konnte bzw. wollte. In meiner Lauftabelle stand ein Schnitt von 5:05 min/km und den wollte ich auch einhalten. Nach 4 km schaute ich das erste Mal auf die Uhr und war erfreut, dass ich genau im Zeitplan lag und das, ohne bisher ans Limit zu gehen. Bei km 7 war ich immer noch auf Plan. Kurz nach km 8 ging es eine Steigung hoch in die Innenstadt von Luxemburg mit einer beeindruckenden Kulisse von Zuschauern. So wenige bisher da waren, umso schöner wurde es in der Innenstadt. Teilweise war es wie auf Bildern bei der Tour de France, wenn die Fahrer an den dicht gestaffelten Zuschauern vorbei fahren. Kurz darauf ging es noch durch einen Park und direkt durch die Innenstadt, vorbei an Restaurants, in denen die Leute gerade gegessen haben. Und raus aus der Stadt, bei km 16, war ich erstaunt, dass meine Uhr jetzt einen 4:56 Schnitt angezeigt hatte. Obwohl ich hier wenig Lust hatte, wollte ich doch meine Bestzeit angreifen. Leider wurde es schwerer, da wieder eine Steigungspassage kam, die ich aber am heutigen Tag sehr gut meistern konnte. Knapp nach km 20 war der höchste Punkt erreicht und ich konnte Tempo machen, um die 1:45 zu schaffen.

Nach 229 HM und einer Bestzeit war ich dann nach 1:44:51 im Ziel. Obwohl ich selten zufrieden bin, war ich es dieses Mal schon. Auch Manuel hatte mit einer Zeit von unter 1:40 eine neue Bestzeit erreicht und so konnten wir beide zufrieden sein.

Mit meiner Platzierung von:

1.124 von 6.297 Teilnehmern

1.047 von 4.353 Männern

208 von 761 in der Altersklasse konnte ich heute sehr zufrieden sein.