Christian reist

Don't Talk, Just Act - Don't Say, Just Show - Don't Promise, Just Prove

Großbritannien + Nordirland

Mein Berichte der Reisen:

Kanalinseln:

Tag 1:

Am heutigen Tage startete ich in eine etwas abenteuerliche Reise bzw. der Aufwand stand in keinem Verhältnis. Hintergrund war, dass ich für dieses Wochenende einen Halbmarathon gesucht habe und bis auf Jersey keiner zu finden war. Bis dahin alles gut, da ich darauf schon Lust hatte. Nach der Buchung habe ich aber gemerkt, dass ich freitags keinen Flieger bekommen kann, der direkt nach Jersey bzw. nach Rennes fliegt. So entschied ich mich für die Fahrt mit dem Auto bis St. Malo und von dort weiter mit der Fähre.

So startete ich am Freitag um 17 Uhr von der Arbeit in Wuppertal und fuhr durch bis Rennes, wo ich nachts um 1 Uhr ankam.

Tag 2:

Am nächsten Tag musste ich nach 4 Stunden Schlaf wieder aufstehen, da ich zur Fähre nach St. Malo musste, die um 7.30 Uhr abfahren sollte. Normalerweise dauert die Überfahr ca. 90 min, aber da in Jersey das Meer zu niedrig war, mussten wir auf dem Meer halten und 2 h warten. So war ich erst um 10 Uhr (Ortszeit) auf der Insel. Da ich total übermüdet war habe ich nur kurz eingecheckt und bin bis 17 Uhr erst mal ins Bett. Danach habe ich mir in St. Aubin noch ein nettes und gutes Restaurant gesucht, um die Kohlenhydrate für den nächsten Tag aufzuladen. Ich bin gleich wieder ins Hotel und um 21 Uhr bin ich auch schon eingeschlafen.

Tag 3:

Am nächsten Tag bin ich erholt um 6.30 Uhr aufgestanden. Vom Vortag hatte ich noch etwas Pasta, die ich auch gleich gegessen habe. Ich habe meine Sachen gepackt und im Hotel ausgecheckt.

Das Ziel des heutigen Halbmarathons sollte auch gleich in der Nähe im Sportcenter sein, so dass ich pünktlich um 7.30 Uhr zum Shuttle mein Auto dort abgestellt habe. Von dort ging es mit dem Bus nach Gorey, auf die andere, die Ostseite der Insel. Die Nummernausgabe war bei ca. 80 Startern kein Problem und alle wurden schnell am Bus bedient. Der Start war mitten auf der Straße, markiert mit 2 Fahnen. Da es am heutigen Tag doch sehr windig und kalt war, suchten viele Starter im Bushäuschen Unterschlupf vor der Kälte.

Um Punkt 9 Uhr ertönte der Start und 80 Menschen machten sich auf die Reise. Von Gorey im Osten, entlang am südöstlichen Ufer, vorbei an der Hauptstadt St. Helier und St. Aubin, bis zum Ziel Sportpark St. Brelade. Für mich lief es an diesem Tag sehr ordentlich, da auch der Wind sehr gut unterstützte. Eine bessere Zeit als 1:53:53 verhinderte nur der Anstieg über die letzten ca. 5 km bis ins Ziel. Trotzdem war ich zufrieden. Danach konnte ich zum Glück im Sportcenter duschen und noch im Cafe etwas trinken. Gleich darauf bin ich komplett am Ufer über die ganze Insel gefahren. Gestartet am Leuchtturm Corbiere ganz im Südwesten, vorbei am Petit Port bis in den Nordwesten zur Plemont Bay. Von dort die nördliche Route entlang bis Rozel Bay, bevor ich einen Stopp in Gorey im Mont Orgueil Castle gemacht habe. Ein sehr schönes und interessantes Schloss mit einigen verwinkelten Treppen und schönen Zimmern. Mit Sicherheit einen Ausflug auf Jersey wert.  Danach hatte ich aber keine Zeit mehr, da die Fähre zurück nach St. Malo um 18.20 Uhr starten sollte. Zurück auf dem Festland war ich dann erst wieder um 21 Uhr Ortszeit und ich hatte schon jetzt keine Lust mehr auf die 7 h Autofahrt zurück nach Leverkusen. Um 2 Uhr musste ich dann auch in Amiens für 3 h einen Zwischenstopp machen, da ich einfach zu müde war. Von dort aus fuhr ich die restlichen 4 Stunden durch.

Insgesamt war es ein schöner Wettkampf und eine sehr schöne Insel, von der ich leider zu wenig gesehen habe. Trotzdem war der Ausflug diesmal eher eine Tortur und lohnt sich nicht zum Nachmachen.

North York Moors National Park

Tag 4:

Meine jetzt schon vierte Reise nach England führte mich diesmal an die mittige Ostküste in den North York Moors National Park. Da der Jahreswechsel bevorstand, war ich diesmal nicht alleine, sondern mit meiner Freundin Sarah und den beiden Kindern unterwegs. Am Freitag war es dann soweit, die Reise konnte beginnen. Normalerweise, mit weniger Vorbereitung, aber bei 2 Kindern ist vielleicht ein wenig Planung doch förderlich. Auch der frühe Flug um 7 Uhr ab Düsseldorf war erst einmal eine Herausforderung. 4 Uhr aufstehen, beide Erwachsenen fertig machen und dann die Kinder wecken bzw. im Halbschlaf anziehen und ins Auto tragen. Wie auch bei meinen anderen Reisen hatte ich wie immer knapp geplant und 20 min nach dem Zeitplan machten wir uns auf den Weg. Mit dem Auto fuhren wir nach Düsseldorf, wo ich zuerst am Flughafen Sarah und die Kinder ablieferte, die ganz in Ruhe unsere Sachen einchecken sollte. Ich habe das Auto zum Parkplatz gefahren. Ganz so reibungslos ist es dann doch nicht gelaufen, da die Tickets auf meinen Namen ausgestellt waren und ich selbst den Koffer abgeben musste. Aber egal, nach etwas höherem Blutdruck war alles aufgegeben, wir sind durch die Kontrolle und gerade noch rechtzeitig zum Boarding am Gate angekommen.

Der Start und die ersten Minuten waren für die Kinder natürlich aufregend, da beide vorher noch nie geflogen waren. Die Aufregung legte sich aber relativ schnell und wir waren froh, dass wir das Weihnachtsgeschenk – einen portablen DVD-Player – dabei hatten. In Manchester sind wir kurze Zeit später ohne Probleme gelandet, haben unseren Mietwagen abgeholt, bevor wir uns in Richtung unseres Ferienhauses, im North York Moors National Park, aufmachten. Kurz vor Pickering stärkten wir uns mit einigen Sandwiches und bummelten dann in Pickering noch ein wenig, da wir erst 1 h später in die Wohnung konnten.

Die Wohnung selbst lag etwa 20 min von Pickering entfernt direkt im Nationalpark. Ein paar Häuser gab es dort in Rosedale Abbey, aber ansonsten alles unberührte Natur. Die 2 Zimmer waren schön hergerichtet und mit dem Kamin und der kleinen Küche rustikal gemütlich. Nur die Dusche war gewöhnungsbedürftig, da die Temperatureinstellung schwierig war und auch der Druck zu wünschen übrig ließ. Egal, dafür war das Umland traumhaft und gerade für Wanderfreunde eine super Empfehlung. Am Abend sind wir gleich ans Meer nach Scarborough gefahren, kurz am Strand spazieren gewesen, bevor wir in einem sehr kinderfreundlichen Restaurant noch etwas gegessen haben.

Tag 5:

Der zweite Tag sollte am Abend das Highlight mit dem Silvesterfest haben, für das wir in einem der 2 Restaurants ein Essen gebucht hatten. Davor nutzten wir die Zeit, ein wenig Pickering anzusehen und mit dem historischen Zug von Pickering nach Goathland zu fahren. Der Bahnhof in Goathland ist übrigens in einem der Harry Potter Filme zu sehen und da Lotti ein großer Fan ist, sollte dies für sie auch spannend werden. Naja, Fernsehen und Wirklichkeit sind dann doch ein paar verschiedene Schuhe, aber wir hatten immerhin eine schöne Zugfahrt. Da unser Silvester Menü schon für 19 Uhr geplant war, sind wir ein wenig in Pickering geblieben, bevor wir uns gemütlich in der Wohnung fertig gemacht hatten.

Das Essen am Abend war für die Kinder gut, für Sarah und mich jetzt kein kulinarisches Highlight. Aber egal, dafür hatten die Kinder mit dem Sänger und den kleinen Geschenken Spaß und haben ohne Probleme bis zum Jahreswechsel durchgehalten. Da auch ein paar jugendliche Einheimische auf dem Feld ein kleines Feuerwerk gezündet hatten, war auch ein wenig Spannung geboten. Nachdem ich schon 2016 mit einem Lauf um 0 Uhr in das neue Jahr gestartet bin, war auch der Start in 2017 ohne Alkohol und mit einer Autofahrt zurück zur Unterkunft.

Tag 6:

Der erste Tag in 2017 startete verregnet. Auch meinen ursprünglich Plan an einem Lauf teilzunehmen, habe ich verworfen, da neben dem Wetter auch der körperliche Zustand (Hüfte und Rücken) ein Rennen über 15 Meilen und 2000 HM nicht zuließ. So nutzten wir 4 die Zeit durch den Nationalpark zu fahren, mit dem Ziel der kleinen Hafenstadt Whitby. Auch hier war es britisch ungemütlich mit einem eisigen Wind, Regen und gefühlten Minusgraden. Dafür hatten wir einen schönen Blick auf das Meer, die Abtei und wir hatten ein gutes Essen in einem Fischrestaurant mit typischen Fish and Chips. Auch die kleinen Geschäfte am Hafen hatten ihren Charme. Da es aber relativ früh dunkel wurde und wir vom Regen durchnässt waren, machten wir uns wieder auf den Weg zurück. Zuhause gab es noch eine Kleinigkeit zu Essen, bevor die Kinder ins Bett sind und Sarah und ich vor dem Kamin den Kurztrip ausklingen lassen konnten.   

Tag 7: Im Gegensatz zum Anreisetag hatte ich diesmal einen Mittagsflug und so konnten wir vier in Ruhe ausschlafen. Die Schlüsselübergabe war unkompliziert und wir hatten noch Zeit, einen gemütlichen Kaffee in Pickering zu trinken. Naja, Zeit war danach doch wieder das Problem, da wir in einen Stau kamen und nicht mehr sicher waren, ob wir das Flugzeug rechtzeitig erreichen sollten. Nach der hektischen Autoübergabe, der langen Kontrolle am Flughafen, haben wir es aber auch diesmal rechtzeitig geschafft, den Flug zu erwischen und gut in Düsseldorf zu landen.