Christian reist

Don't Talk, Just Act - Don't Say, Just Show - Don't Promise, Just Prove

Frankreich

Mein Reise Bericht:

Tag 1:

An diesem Wochenende sollte meine erste Mitteldistanz im Triathlon, der Ironman 70.3 Pays D’Aix in Aix-en-Provence stattfinden. Mein ursprünglicher Plan war es, um 13 Uhr aus Wuppertal loszufahren, da knapp 1.170 km Autofahrt vor mir liegen sollten. Da mein Zeitfahrrad noch bei meinen Eltern war, musste ich auch dort noch vorbei.

An diesem Tag kam aber alles ganz anders. Im Endeffekt kam ich erst um 20 Uhr aus dem Büro und bin dann direkt zu meinen Eltern gefahren. Weiter zu fahren hätte keinen Sinn gemacht und so übernachtete ich dort. Zu allem Überfluss hatte ich auch noch meinen Geldbeutel in der Firma vergessen und so war ich mir nicht mal sicher, ob ich mich anmelden kann. Zum Glück hatte mein Vater noch den abgelaufenen Personalausweis zu Hause und so versuchte ich mein Glück damit.  Den Wecker stellte ich auf 5 Uhr, da ich mit 8,5 h Fahrt plante und ich mich bis 14 Uhr in Frankreich zum Rennen registrieren musste.

Tag 2:

Der Wecker klingelte auch pünktlich am nächsten Morgen und müde stieg ich ins Auto. Die Fahrt verlief ohne große Zwischenfälle und so war ich schon um 13.15 Uhr in Aix-en-Provence. Nachdem ich einen Parkplatz gefunden hatte wollte ich mich dann auch schnell registrieren. Leider hatte ich von meinem Verein noch keinen Startpass bekommen und so benötigte ich eine Tageslizenz. Bedingung dafür war aber ein ärztlicher Check, den ich nicht hatte und so musste ich mich beim Doc anstellen. In Summe dauerte dies knapp 4 h, in der ich in der Kälte wartete.  Um 16.30 Uhr meldete ich mich zum Rennen an, danach gab ich meine Laufsachen bei der Wechselzone 2 ab und fuhr zum Startpunkt des Rennens, der 25 km entfernt in Peyrolles sein sollte. Dort checkte ich dann auch pünktlich um 18.15 Uhr mein Fahrrad ein. Weiter ging es auf direktem Wege in mein Hotel. Hier wollte ich noch ein paar Nudeln essen, doch leider hatte diese Idee noch weitere Starter und ich musste mich mit einer kalten Platte plus Dessert begnügen. Da der Wecker am nächsten Tag wieder um 4.30 Uhr klingeln sollte, ging ich auch schnell ins Bett.

Tag 3:

Heute war der Tag des Rennens. Da die meisten Triathlons aufgrund der längeren Dauer schon früh starten, in diesem Fall um 7.30 Uhr, musste ich um 4.30 Uhr aufstehen. Und diese Zeiten mag ich ja gar nicht. Aber egal, es musste sein. Am Tag zuvor hatte ich mir noch Baguette gekauft und nahm dies mit Nutella als Frühstück zu mir. Ich nahm meine gepackte Tasche und fuhr mit dem Auto zum Lac de Peyrolles. Für einen Maitag in Südfrankreich war es sehr kalt und windig. Um 6 Uhr waren es nur 7 Grad und der See hatte eine Wassertemperatur von 14 Grad. Aus diesem Grund und aufgrund des starken Windes entschied sich die Rennorganisation das Schwimmen ausfallen zu lassen und mit dem Rad zu starten. Mein Start war dann kurz nach 9 Uhr, weiterhin bei viel Wind und kühlen 10 Grad. So konnte ich die landschaftlich schöne Strecke nicht genießen und quälte mich über den ersten Abschnitt über 90 km bevor ich zum Wechsel nach Aix-en-Provence kam. Auch der Lauf war am heutigen Tag eher eine Qual anstatt Freude. Trotzdem war ich nach dem Rennen überrascht, als ich meine Zeit sah. Mit 5:21 h war ich bei den heutigen Bedingungen doch zufrieden. Da ich aber schon 3,5 h später wieder auschecken musste, suchte ich mir ein Taxi, um zurück zu meinem Auto zu kommen. Dann mit dem Auto zurück, alle Sachen eingeladen und zurück ins Hotel. Zurück fahren wollte ich nicht gleich, da ich doch ziemlich erschöpft war. So legte ich mich ins Bett, schlief 6 Stunden und startete die 960 km zurück, um kurz vor 1 in der Nacht. Um 9 Uhr war ich dann wieder in Erpolzheim.